Instrumentarium

Auf den zwei obigen Bildern sieht man das Hauptinstrument, den 24''-Newton, in voller 'Pracht'.



Angedeutet ist die Englische Achsenmontierung erkennbar. Bei ihr ruht die sogenannte Stundenachse - zur leichteren Handhabung bei uns mit zwei Rutschkupplungen versehen - auf zwei Pfeilern. Diese führt das Teleskop der täglichen Bewegung der Sterne nach. Bei uns ist dies mit Hilfe eines elektrischen Antriebs an ihrem unteren Ende (erstes Bild) realisiert worden. Senkrecht auf der Stundenachse steht die Deklinationsachse, die es erlaubt, die 'himmlische Breite' (Deklination) einzustellen. An ihr ist das Teleskop befestigt (blaue Stahlschellen auf dem zweiten Bild) und sie trägt deshalb auch Gegengewichte.
Um zusätzliches Gewicht zu vermeiden wurde auf einen geschlossenen Tubus verzichtet. Deshalb wird das Teleskop durch ein Stahlgerippe zusammengehalten. Die beweglichen Teile wiegen dadurch 'nur' 1,4t !
Der Parabolspiegel hat einen Durchmesser von 24'', d.h. ca. 61cm, und die Brennweite beträgt ungefähr 3m. Dies entspricht einem Öffnungsverhältnis von 1:5.

Prinzip des Newtonteleskops :
Das annähernd (Objekte 'unendlich' weit entfernt) parallele Licht aus dem Universum wird durch den Parabolspiegel im Brennpunkt, bzw. der Brennebene (Ebene in der alle Brennpunkte liegen) gesammelt. Da hier aber nur bei großen Teleskopen der Beobachter oder das Beobachtungsinstrument sitzt, ist es notwendig, das Licht nach außen zu lenken. Beim Newtonteleskop geschieht dies mit einem planen 45°-Fangspiegel, der an einer Halterung am oberen Ende des Tubus befestigt ist. Diese Fixierung ist beim 'Kern'schen Teleskop' durch ein Kreuz aus Stahlstreben (siehe Bilder) gelöst worden.



Okularauszug, Sucher und Einstellungshilfe



Um das im Newtonfokus, bzw. der Brennebene leicht vergrößert 'abgebildete' Objekt weiter zu vergrößern, setzt man ein Okular ('Lupenprinzip') ein. Mit Hilfe eines Okularauszugs kann dann fokussiert werden (links auf dem Bild).
Um Objekte einzustellen benutzt man ein Sucherfernrohr mit einer relativ schwachen Vergrößerung (etwa wie Feldstecher). Dieses ist im oberen Teil des Bildes zu sehen. Desweitern können die Gradskalen auf den Stellrädern verwendet werden (siehe obige Bilder, auf denen das Rad an der Deklinationsachse zwischen Stundenachse und Gegengewichten zu sehen ist). Diese Einstellungsmethode wird jedoch im allgemeinen nicht benutzt, da sie eigentlich zwei Personen erfordert. Um trotzdem auch 'unerfahrenen' Beobachtern die Möglichkeit zu geben, schwächere Objekte aufzufinden, haben wir vor einigen Jahren eine Einstellhilfe namens 'ASTRO-MASTER' von CELESTRON installiert. Dieses Gerät überträgt durch Stellelemente die momentane Richtung des Teleskops auf eine elektronische Anzeige. Somit können beide Richtungsskalen gleichzeitig vom Beobachter abgelesen werden. Durch eine Datenbank mit astronomischen Objekten kann der Beobachter auch zu gewünschten Zielen 'geleitet' werden; zusätzliche Informationen über die Objekte sind ebenfalls abrufbar. Zu Beginn der Beobachtung muß das Gerät lediglich an einem bekannten Stern ausgerichtet werden. Dieses Hilfsmittel ist rechts im Bild zu sehen.





Der 6''-Starfire-Refraktor im Ernst-Sachs-Bau.


Der Refraktor unserer Sternwarte ist ein STARFIRE Refraktor von ASTROPHYSICS der auf einer Deutschen Montierung (parallaktisch, ALT ADN-5) ruht. Es handelt sich um ein Gerät mit einer Öffnung von 150mm und einer Brennweite von 1395mm (f/9), das elektrisch nachgeführt wird.



Das Celestron 11 im Ernst-Sachs-Bau.


Ebenfalls im Ernst-Sachs-Bau befindet sich ein universell einsetzbares Celestron 11. Dabei handelt es sich um ein Schmidt-Cassegrain-System mit 28cm Öffnung und 2800mm Brennweite auf einer stabilen Betonsäule. Dieses Gerät ist azimutal montiert und wird über eine Computersteuerung in beiden Achsen dem Sternhimmel nachgefürt.


Das 4-zöllige Lunt-Teleskop mit Binokular-Ansatz für die H-Alpha-Sonnenbeobachtung.


Für die Sonnenbeobachtung wurde im Jahre 2012 ein spezielles H-Alpha-Teleskop angeschafft. Mit diesem Teleskop sind viele weitere Phänomene beobachtbar, z.B. die am Sonnenrand auftretenden Gasausbrüche (Protuberanzen) und Aktivitätsgebiete auf der Sonnenoberfläche.